Langsam wird’s …

Viel länger als gedacht hat es gedauert, bis wir nun endlich das Gerüst abbauen lassen konnten.

Die äußere  Fassade des Hauses hat in der langen Zeit ohne Dach doch größeren Schaden genommen als zunächst gehofft. Es war leider nicht damit getan, das wuchernde Grün im offenen Dachgeschoß und rundum zu beseitigen:

 

Die alten Vollziegel der äußeren Fassade waren über die Jahre  durchfeuchtet, gefroren, getaut, getrocknet, durchfeuchtet, gefroren, usw. …

 

Die Folge war, dass viele der Ziegel nur noch bröselig waren und getauscht werden mussten – ohne dass alles zusammenfällt. Die plötzlich herabfallenden Ziegelbrocken stellten schon in der Vergangenheit eine reale Gefahr für Passanten und den Verkehr dar.

Die vorherige Baufirma hatte die alten Holzbalken, die als Ringanker fungiert hatten, als Teil der alten Außenmauer im Mauerwerk belassen. Nun waren die Balken zum Teil verfault und es fehlte auch ein solider, tragfähiger  Anschluß für die Balkone  (hier im Bild die Balkonöffnungen zur Strassenseite). Befestigen lässt sich daran nichts. Heute haben die Balkonträger neue Betonlager und sind statisch sicher. Die Holzteile haben wir ausgebaut und kraftschlüssig durch Ziegel ersetzt.

An der Fassade im Dachbereich war in den früheren Plänen eine Holzschalung vorgesehen – was uns im Nachhinein nachvollziehbar war: So hätten die Unebenheiten der alten Mauern ohne aufwändige Fassadenüberarbeitung hinter der Schalung unauffällig verschwinden können.

Aber es gab auch Positives. Die Mauern hinter der alten Fassade haben den Widrigkeiten standgehalten. Sie sind über die letzten Monate schadenfrei ausgetrocknet und konnten ohne große Probleme bearbeitet und verputzt werden.

Was kaum bekannt ist: Hinter der äußeren Fassade gibt es komplett neu aufgebaute Wände, welche sich vom Keller bis ins Dachgeschoß ziehen. Diese sind die eigentliche Tragwand des neuen Rohbaus. Diese sind auch entscheidend für die Statik. So dass wir nun mit einem quasi neuen Rohbau weiterarbeiten können.

Großen Dank an unsere Handwerker, denen es gelungen ist, die äußeren Schäden nicht nur zu kaschieren, sondern solide und von Grund auf zu sanieren. An der Fassade waren beteiligt:

Marc Verputztechnik UG aus Rosenheim, denen das Kunststück gelungen ist, eine so schwierige, krumme und buckelige Fassade im alten Stil in klassischer Handwerkskunst zu restaurieren.

Malermeister Bernhard Maicher aus Sulmaring/Vogtareuth (unser Neuzugang bei den Handwerkern), der sich trotz Zeitdrucks kurzfristig bereit erklärt hat, die  Fassade zu gestalten. Wir danken Dir, Bernhard, für die Sorgfalt und das Engagement,  mit dem Du dem Äußeren des Hauses den letzten Schliff gegeben hast.

Spenglerei Karl Banjai aus Riedering (extra Dank an Richy und Anderl) für die feinen Blecharbeiten insbesondere im hinteren Gebäudeteil und die unauffälligen gelungenen Sonderanfertigungen wie z.B. die Entlüftungshaube des Aufzugs.

Thomas Ettenhuber, Gerüstbauer aus Dettendorf, der uns trotz der schwierigen Geländesituation und direkt an der viel befahrenen Krankenhausstraße in Rekordzeit ein solides Gerüst hingestellt hat.

Sonja Taubenberger, Statikerin aus Riedering, die sich intensiv mit den Tücken der sicheren Befestigung der Balkone (und des neuen Aufzugschachts) befasst hat.

Jetzt fehlen am Gebäude nur noch die Balkone, die hinteren Geländer und die Haustüren. Der Fortschritt am Haus ist aber schon jetzt nicht mehr zu übersehen.

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