Ambulante Intensivpflege – Technische Anforderungen, ein Überblick, Grundrisse

Als wir uns vor einigen Monaten entschieden haben, das Haus für Bewohner mit Intensivpflegebedarf auszustatten, war uns nicht bewußt, welcher Aufwand damit verbunden sein würde.

Selbstverständlich wollen wir, dass es sich in diesem Haus gut wohnen läßt und dass keine Heim- oder Klinikatmosphäre entsteht.

Gleichzeitig sind aber viele Besonderheiten zu beachten, die erst durch die intensive Befassung mit dem Thema deutlich werden.

Wir haben,

  • schon bestehende Wohngemeinschaften besucht und verschiedene Betreiber solcher Dienste verglichen,
  • uns bei dem Leiter der Heimaufsicht des Landkreises, Herrn Schwägerl, Tipps und Hinweise geholt,
  • uns auf Fachkongressen für ambulant betreute IntensivpflegeWGs informiert,
  • mit der Firma PHI aus Grabenstätt als Brandschutzprüfer Sicherheitsfragen im Brandfall diskutiert,
  • die Grundrisse im Hinblick auf Barrierefreiheit, Drehradien von Rollstühlen, den Einsatz von Schleifkorbtragen oder Laufwege von Pflegekräften angepasst,
  • Bodenbeläge nach Rutschfestigkeitsklassen, Druckbelastung, Beständigkeit gegen Desinfektionsmittel und Reinigungsaufwand geprüft,
  • die Schließmechanismen, Durchfahrtsbreiten, Aufhängungen und Oberflächen von Türen ausgewählt,
  • mit unserem Elektrofachplaner Max Tiefenthaler die Besonderheiten bei Elektrik und Beleuchtung erarbeitet oder
  • mit der Firma Michael Banjai aus Riedering Lüftungs- und Heizungsfragen geklärt.

In allen Gewerken gab es besondere Anforderungen, die berücksichtigt werden mussten, um für die künftigen Bewohner und Pflegekräfte eine optimale Wohn- und Arbeitsumgebung zu schaffen.

Die Aufgabe war anspruchsvoll, weil wir die Planung nicht mit einem weißen Blatt beginnen konnten, sondern im Bestand bauen mußten.

Deshalb war es notwendig, an vielen Stellen Anpassungen im bestehenden Gebäude vorzunehmen, d.h. Öffnungen zu schließen, Decken zu öffnen, Wände zu versetzen – und vieles mehr.

Es gibt aber auch einen großen Vorteil:

Anders als in komplett neu geplanten Zweckbauten, gibt es im Prinzessinnenhaus keine standartisierten Grundrisse und keine „sterilen“ Einheitsräume mit Wohnheimatmosphäre.

Alle Räume sind unterschiedlich in Größe, Belichtung, Ausrichtung. Auch hat jede Etage andere Grundrisse. Trotzdem gibt es auf jeder Ebene die Möglichkeit, nach draußen zu gelangen (wahlweise mit oder ohne Schatten). Im EG wird es einen uneinsehbaren Innenhof geben, im 1. OG einen rückwärtigen gelegenen Garten mit kleinem Brunnen und im DG eine große sonnige Dachterrasse.

Daneben gibt es auf jeder Ebene ein großzügiges Wohnzimmer als Gemeinschaftsraum, Gäste-WC, ein großes Bad und im ersten OG einen „Wellnessbereich“ mit Spezialwanne.

Für alle, die sich genauer für das Innenleben des Hauses interessieren: Nachfolgend finden Sie die Grundrisse  (welche wir aus dem Brandschutzkonzept übernommen haben).

Bitte beachten Sie, dass alle Bilder, Darstellungen und Pläne urheberrechtlich geschützt sind und nicht vervielfältigt werden dürfen. Alle Pläne stehen unter Vorbehalt der tatsächlichen Realisierung. Die Bauausführung kann abweichen!

Grundriss im Vollbild anschauen (PDF)


 

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